Sieben neue Betriebe erhalten das Nachhaltigkeitslabel Nature Counts

Freitag, 25. März 2011

The Greenery gibt bekannt, dass sieben neue Betriebe das Nachhaltigkeitsprädikat "Nature Counts" erhalten haben. Die sieben Betriebe, die in den kommenden drei Jahren das Label führen dürfen, sind: Mts Boon, Pater Broersen, Duijvestijn, Themato, Anton van Wijk, Mts Meuzelaar und Wim van Wijk. Diese Betriebe sind Spitzenreiter in Bezug auf nachhaltige Unternehmensführung und zeichnen sich insbesondere aus durch: niedrigen Energieverbrauch, CO2-Emission, Wassermanagement, reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und vorbildliche Personalpolitik.

110325 Nature Counts Predicaat

Nature Counts

Zweimal jährlich können sich neue Kandidaten um das Prädikat "Nature Counts" bewerben. Ihr Antrag wird von einer Fachjury bewertet, deren Mitglieder auf ihren jeweiligen Fachgebieten an Themen wie Pflanzenschutz, Gesundheit, CO2-Verbrauch und nachhaltiger Handel arbeiten. Für die Initiative kommen Züchter und Gartenbaubetriebe in Anmerkung, die Spitzenreiter in puncto Nachhaltigkeit sind. Entscheidend dabei sind die Themen "People" und "Planet". Die Kandidaten werden nach den Kriterien Energieverbrauch, Pflanzenschutz, Natur und Landschaft, Transparenz, Abfall, Wasser und Personalpolitik beurteilt. Um sich der Initiative "Nature Counts" anschließen zu können, müssen die Bewerber zu einem der Themen Außergewöhnliches leisten und in allen anderen Punkten gut abschneiden.

Verbreiterung

Seit dem Start der Nachhaltigkeitsinitiative "Nature Counts" wurden 10 Betriebe mit dem Prädikat "Nature Counts" ausgezeichnet. Die Initiative wurde 2010 von The Greenery ins Leben gerufen, damit sich Züchter, die im Bereich Nachhaltigkeit vorbildlich arbeiten, profilieren können und damit der Sektor insgesamt zu nachhaltigerem Wirtschaften stimuliert wird. Die Initiative wird immer bekannter und immer mehr Gartenbaubetriebe integrieren nachhaltige Verfahren in ihre Betriebsführung. Auch die Kunden von The Greenery interessieren sich für die Initiative und prüfen, ob und wie ihr eigenes nachhaltiges Sortiment integriert werden kann.

Dass weiteren sieben Betrieben aus unterschiedlichen Produktgruppen das Prädikat "Nature Counts" verliehen wurde, zeigt, dass der Sektor die Herausforderungen der Nachhaltigkeitspolitik annimmt. Zu den Betrieben, die neuerdings das Label "Nature Counts" führen dürfen, gehören sowohl Freiland-Gemüsezüchter als auch Obstzüchter und Gewächshausbetriebe.

Die neuen Nature-Counts-Betriebe

Der Freiland-Gemüsebetrieb Mts Boon bemüht sich um klimaneutralen Anbau, indem zur Stromversorgung Solar- und Windenergie genutzt werden. Dank des Einsatzes erneuerbarer Energiequellen und durch die Verwendung tierischen Düngers statt Kunstdünger wird eine CO2-Reduktion von 135.500 kg CO2 pro Jahr erreicht.

Firma Pater Broersen züchtet Salatsorten in Wasserbecken. Dank dieses Verfahrens ist der Ertrag pro Hektar 12-mal höher als beim herkömmlichen Anbau. Weil für die Befüllung der Becken überwiegend Regenwasser verwendet wird und weil das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert, werden erhebliche Einsparungen beim Wasserverbrauch erzielt und gelangen keine Dünger- oder Pflanzenschutzmittel in den Boden oder in Oberflächengewässer.

Das Unternehmen der Brüder Duijvestijn nutzt für den Anbau runder Tomaten die Erdwärme. Dadurch werden Energieeinsparungen von 90% und die Verminderung der CO2-Emissionen in einer Höhe möglich, die dem Jahresausstoß von 4.000 Pkws entspricht. Das Unternehmen besitzt schon seit mehreren Jahren ein Energieexpertisezentrum und verdient Bestnoten bei der Personalpolitik. Es fungiert u.a. als Ausbildungsbetrieb.

Der Tomatenbetrieb Themato ist ebenfalls Spitzenreiter in Sachen Energieverbrauch und Senkung der CO2-Emissionen. Themato ist einer der wenigen Betriebe, die erfolgreich von einem geschlossenen Gewächshaussystem Gebrauch machen. In Verbindung mit der Wärmgewinnung und ‑speicherung in Aquifern (unterirdischen Wasserbassins) gelingt dem Unternehmen eine Halbierung des Energieverbrauchs gegenüber vergleichbaren Betrieben.

Der Kernobstbetrieb von Anton van Wijk hat den Energieverbrauch deutlich zurückgeschraubt durch ein angepasstes Kühlschema und durch Nutzung der Restwärme aus den Kühlmotoren für die Beheizung von Büros, Werkstatt und Kantine. Damit konnte eine Einsparung des Gasverbrauchs von 60% erzielt werden. Anton van Wijk hat für seine Äpfel und Birnen das Umweltzeichen "Milieukeur" erhalten. Mit "Milieukeur" werden Erzeugnisse zertifiziert, die gegenüber gleichartigen Erzeugnissen weniger umweltbelastend sind.

Wim van Wijk setzt innovative Verfahren zum Pflanzenschutz ein. Somit ist es ihm möglich, den Anwendungsbereich von Pflanzenschutzmitteln um nicht weniger als 95% zu verkleinern. Dadurch bleibt der Eintrag in Oberflächengewässer beschränkt. Außerdem führte er ein neues Verfahren zur Unkrautbekämpfung bei der Kernobstzucht ein. Das Unkraut wird in nachhaltiger Weise durch die Wiederverwendung von Abwasser aus einer benachbarten Schweinemästerei bekämpft. Dieses Brauchwasser hat aufgrund seines hohen Stickstoffgehalts verbrennende Wirkung auf das Unkraut. Zudem ist Stickstoff ein Düngemittel. Beide Unternehmen nutzen darüber hinaus zur Apfelwickler-Bekämpfung die Pheromon-Verwirrung, wodurch sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter reduziert. Die Jury lobte das integrative Vorgehen bei der Vernachhaltigung beider Betriebe.

Die Maatschap Meuzelaar züchtet Eisbergsalat auf moderne Weise. Das Unternehmen betreibt mithilfe von Satellitennavigation sogenannte Präzisionslandwirtschaft: Die Traktoren werden auf den Anbauflächen auf 1 cm genau angesteuert. Indem nur an den Pflanzstellen des Eisbergsalats Dünger ausgebracht wird, benötigt das Unternehmen 24% weniger Kunstdünger. Außerdem werden dank des GPS-Systems 5% weniger Pflanzenschutzmittel verwendet und durch den Einsatz einer computergesteuerten, gezogenen Beregnungsanlage bis zu 40% Wasser eingespart.

Weitere Informationen zu Nature Counts und die einzelnen Betriebe finden sie auf www.naturecounts.com

 

 

Mehr Informationen

 
Suzanne Labots

Suzanne Labots

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